Checkliste für neue Schulungsanbieter und Schulungsdurchführer

Interessierte können eine Lizenz erwerben und damit Schulungen unter dem Namen iSAQB® CPSA Certified Professional for Software Architecture® anbieten. Die Kriterien zum Erwerb einer Lizenz haben wir im Folgenden für Sie in einer Checkliste zusammengestellt.

Die nachstehenden Ausführungen verstehen sich ausdrücklich als erster Überblick und erste Information zu Themen, die aus Sicht des iSAQB e. V. von besonderer Wichtigkeit für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind. Sie dienen lediglich als erste Hilfestellung und können naturgemäß nicht alle Fragen in technischer, kaufmännischer und rechtlicher Hinsicht erfassen und regeln. Auch die Erfüllung sämtlicher genannter Kriterien begründet für sich alleine keinen Rechtsanspruch auf Eingehung eines Rechtsverhältnisses mit dem iSAQB e. V. Die nachstehenden Informationen geben den heutigen Stand (23.08.2018) wieder. Es steht dem iSAQB e. V. frei, die Kriterien im Einzelnen oder in Ihrer Gesamtheit für zukünftige Rechtsverhältnisse zu ändern, zu ergänzen oder anzupassen.

Kriterien für Schulungsanbieter (SA)

Formale Kriterien

  • Jährliche Lizenzgebühr laut aktueller Gebührenordnung wurde bezahlt
  • Liste der Schulungsdurchführer wurde eingereicht
  • Bestätigung des/der Schulungsdurchführer(s), dass sie mit dem Schulungsanbieter arbeiten wollen
  • Schulungsanbieter hat die Kriterien der AG Audit zur Kenntnis genommen, vollumfänglich akzeptiert und ist bereit, sich von Beginn an durch die AG Audit auditieren zu lassen
  • Prozesse und Mittel sind für die folgenden Themen vorhanden und dokumentiert:
      • Schulungen organisieren und verkaufen
      • Beschwerdemanagement mit Weiterleitung an iSAQB
      • Beauftragung der Zertifizierungsstelle
      • Qualitätssicherung der Kurse
      • Meldung von Schulungsterminen und –teilnehmern auf vierteljährlicher Basis
      • Bezahlung einer Umlage pro CPSA-Seminarteilnehmer und Kurstag laut aktueller Gebührenordnung
Kriterien für Schulungsdurchführer (SD) (auch bekannt als „Trainer“)

Formale Kriterien

  • Software-Architektur gehört zu den „Kernkompetenzen“ des Schulungsdurchführers
      • Aussagekräftige Profile wurden eingereicht, aus denen mindestens zwei Jahre genug praktische Erfahrung als Software-Architekt hervorgeht
      • Software-Architektur-Kompetenz wird durch Referenzprojekte oder Lebenslauf nachgewiesen und ggfs. bei benannten Ansprechpersonen überprüfbar
      • Im Falle von Einzelpersonen genügt ein einziger Lebenslauf
  • Pädagogik-Kompetenz wird durch Ausbildungsnachweis, Hospitieren bei verwandten Trainings, oder durch Lebenslauf nachgewiesen
  • Schulungsdurchführer muss in der Lage sein, mindestens ein Seminar pro Jahr durchzuführen
  • Schulungsdurchführer hat den aktuell gültigen Lehrplan gelesen und erkennt ihn an (wird eventuell im Gespräch mit einem iSAQB-Mitglied geprüft)
  • Bevor die Seminare durchgeführt werden, gibt es Schulungsunterlagen, die kompatibel mit den jeweils gültigen Lehrplänen sind
  • Schulungsdurchführer hat die Kriterien der AG Audit zur Kenntnis genommen, voll umfänglich akzeptiert und ist bereit, sich von Beginn an durch die AG Audit auditieren zu lassen.
  • Unterschriebenes NDA liegt vor
      • NDA des Schulungsdurchführers muss auch für seine eingesetzten Trainer gelten
  • Prozess seitens des Schulungsdurchführers für die folgenden Punkte liegt vor:
      • Das Berichten von durchgeführten Kursen und entsprechender Teilnehmeranzahl
      • Abrechnung von teilnehmerbezogenen Gebühren
      • Qualitätsgewährleistung der Trainer
      • Qualitätsgewährleistung der Unterlagen, inkl. Aktualisierung der Unterlagen, um mit der aktuellen Version des Lehrplans Schritt zu halten
  • Jährliche Lizenzgebühr laut aktueller Gebührenordnung wurde bezahlt

Besondere Kriterien für den Foundation Level

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit zur Einsicht in Prüfungsfragen. Der iSAQB bietet solche Einsicht regelmäßig auf den jährlich stattfindenden Mitgliederversammlungen an, möglicherweise aber nicht notwendigerweise auch an weiteren Terminen (z. B. Arbeitsgruppentreffen der Arbeitsgruppe Foundation Level). Der iSAQB kann neue oder geänderte Prüfungsfragen in Foundation-Level-Prüfungen aufnehmen, ohne dies im Detail mit dem Schulungsdurchführer zu klären. Schulungsdurchführer für Foundation Level erklären sich ausdrücklich mit diesem Vorgehen einverstanden.

Kriterien für die Kündigung des Schulungsanbietervertrages durch den iSAQB e. V.

Der Vertrag zwischen dem iSAQB e. V. und dem Schulungsanbieter kann seitens des iSAQB e. V. beispielsweise aus einem oder mehreren der folgenden Gründen gekündigt werden:

  • Der Schulungsanbieter reicht die vereinbarten (quartalsmäßigen) Abrechnungen durchgeführter Schulungen inklusive Teilnehmerzahlen mehrfach nicht bis 6 Wochen nach Quartalsende ein. Der iSAQB e. V. ist bezüglich dieser Abrechnungen ausdrücklich NICHT zur Mahnung verpflichtet.
  • Der Schulungsanbieter versäumt die Zahlung von Lizenzgebühren oder Umlagen, beziehungsweise leistet diese nicht in der berechneten Höhe. Hier besteht seitens des iSAQB e. V. die gesetzliche Mahnpflicht dieser Zahlungen.
  • Der Schulungsanbieter überschreitet innerhalb von zwei Kalenderjahren zweimal oder öfter die Zahlungsziele von iSAQB-Rechnungen.
  • Der Schulungsanbieter verweigert sich einem Audit von Schulungen oder den internen Prozessen zur Qualitätssicherung von iSAQB-bezogenen Veranstaltungen.
  • Der Schulungsanbieter setzt für Schulungen wiederholt nicht ausreichend qualifizierte Trainer (Schulungsdurchführer) ein – beispielsweise durch einen Audit durch den iSAQB beanstandet.
  • Der Schulungsanbieter führt Schulungen durch, für die keine Lizenzen seitens des iSAQB bestehen (z. B. nicht lizenzierte Advanced-Level-Module).