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iSAQB member and chairwoman Mahbouba Gharbi

Basis­wissen für Softwarearchitekten

Interview mit Mahbouba Gharbi, Vorstandsvorsitzender des iSAQB, auf der OOP-Konferenz 2020 in Munich

Mirko Hillert: Hallo, wir sind hier auf der OOP in München. Neben mir steht Mahbouba Gharbi, Vorstands­vor­sit­zende des iSAQB. Mahbouba, du bist Autorin, Software­ar­chi­tektin und Trainerin. Du hast zusammen mit Arne Koschel, Andreas Rausch und Gernot Starke ein Buch geschrieben. Es nennt sich Basis­wissen für Software­ar­chi­tekten, in der engli­schen Übersetzung Software Architecture Funda­mentals. Das Buch ist recht erfolg­reich und wird jetzt bereits in der vierten Auflage heraus­ge­geben. Was ist die Zielrichtung des Buches?

Mahbouba Gharbi: Das Buch dient als gutes Mittel für die Vorbe­reitung auf die Prüfung im Foundation Level des iSAQB und auch als Nachbe­reitung, das heißt, nach abgeschlos­sener Zerti­fi­zierung dient dieses Buch als Nachschla­gewerk. Es beinhaltet sehr viele Themen, die im Lehrplan behandelt werden, aber auch darüber hinaus.

Mirko Hillert: Man kann sich also mit diesem Buch auch direkt auf die CPSA Foundation Level-Prüfung vorbe­reiten? Das funktioniert?

Mahbouba Gharbi: Das funktio­niert sehr gut. Wir hoffen, dass das auch im Rahmen der Inter­na­tio­na­li­sierung als gutes Mittel für die Vorbe­reitung auf die Prüfung dient. Es ersetzt eine gute Schulung natürlich nicht, aber es ist eine mögliche Variante.

Mirko Hillert: Welche Inhalte vermittelt das Buch?

Mahbouba Gharbi: Der Haupt­inhalt ist die Abdeckung des Lehrplans des iSAQB, zum Beispiel die Grund­be­griffe Software­ar­chi­tektIn, Software­architektur und mögliche Defini­tionen. Welche Rolle und Aufgaben haben Software­architektInnen? Die Voraus­set­zungen zum Entstehen einer Software­architektur, dann das Thema Entwurf von Software­ar­chi­tek­turen – wie entwerfe ich erfolg­reich eine Software­architektur, die tragfähig und langlebig ist? Welche Prinzipien gelten dabei – also die Dos und die Don’ts. Gängige Patterns im Bereich der Software­architektur. Wie dokumen­tiere ich Software­architektur, das ist ein ganz wichtiges Thema. Wer schreibt, der bleibt. Viele Software­systeme leiden heute bei der Wartung an mangelnder Dokumen­tation der Software­architektur, deswegen ist das auch ein wichtiges Thema bei uns. Was dokumen­tiere ich, wo dokumen­tiere ich und womit dokumen­tiere ich. Das Thema Sicht bzw. Views auf das Thema Software­architektur behandeln wir auch in diesem Buch und ebenso im Lehrplan. Archi­tektur und Qualität: Die Archi­tektur bildet eine Grundlage für die Qualität eines Software­systems und deswegen kommt das Thema Bewertung von Software­architektur frühzeitig. Quanti­tativ und quali­tativ ein wichtiges Thema. Das behandeln wir auch im Buch. Wir runden das Thema mit Werkzeugen ab. Welche Werkzeuge sind für Software­architektInnen wichtig? Welche Kriterien müssen sie beachten, wenn sie eine Werkzeug­auswahl treffen müssen? Das Ganze ist Inhalt des Lehrplans, aber wir wollen ja auch den prakti­schen Ansatz noch zeigen. Wir bieten durch­gängig ein Beispiel in diesem Buch, das Beispiel Kassen­system, dieses behandelt alle diese Themen, die wir gerade angesprochen haben, durch­gängig im gesamten Buch. Und das soll einfach veran­schau­lichen, wie man das in der Praxis umsetzen kann.

Mirko Hillert: Würdest du das Buch auch für den Hochschul­be­reich empfehlen?

Mahbouba Gharbi: Auf jeden Fall. Absolut. Gerade angehenden Ingenieu­rInnen und Infor­ma­ti­ke­rInnen, die im Abschlussjahr sind. Es wird auch genutzt, zum Beispiel in Clausthal oder auch die Univer­sität Darmstadt hat einmal Interesse angekündigt. Das würde ich empfehlen, denn die Studie­renden sind ja unsere zukünf­tigen Ingenieu­rInnen, zukünf­tigen Archi­tek­tInnen. Es schafft auch eine gemeinsame Basis, denn jede Hochschule hat eigene Curricula und mit diesem Curri­culum hat man etwas Gemein­sames. Und wir haben tatsächlich im iSAQB eine Arbeits­gruppe gegründet, die gibt es schon seit Jahren, und zwar die Arbeits­gruppe Hochschule. Die kümmert sich um Koope­ra­tionen mit Univer­si­täten und das Buch wird da auf jeden Fall verwendet.

Mirko Hillert: Mahbouba, du hast etwas mitge­bracht, sehe ich gerade.

Mahbouba Gharbi: Ja, meine Botschaft als Vorstands­vor­sit­zende des iSAQB, als Frau auch in der Archi­tek­tur­szene. „Archi­tektur ist meine DNA“ Und das ist unsere DNA im iSAQB.

Mirko Hillert: Ein wunder­bares Schlusswort. Ich danke dir für das Interview, Mahbouba.

Mahbouba Gharbi: Vielen Dank.

Hier das komplette Interview ansehen:

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Über die Autor:innen

Mirko Hillert
Organisation
iSAQB GmbH
Land
Deutschland
Mirko Hillert ist Geschäftsführer der iSAQB GmbH. Davor verantwortete er als langjähriger Leiter einer IT-Akademie ein umfangreiches Konferenz- und Trainingsgeschäft. Als Dozent für Managementprozesse hat er viele weitere Erfahrungen im Bildungssektor gesammelt und engagiert sich seit Jahren für die fundierte Aus- und Weiterbildung von EntwicklerInnen und SoftwarearchitektInnen. Er studierte Betriebswirtschaft an der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der Universidad Valencia sowie Marketing an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

An diesem Artikel beteiligt

Mahbouba Gharbi
Organisation
ITech Progress GmbH
Land
Deutschland

Mirko Hillert
Organisation
iSAQB GmbH
Land
Deutschland

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