Zertifizierungen

Die Rolle des Software-Architekten einzunehmen ist eine immer wichtigere Aufgabe, die eine fundierte Ausbildung erfordert. Mit dem iSAQB® Certified Professional for Software Architecture-(CPSA-)Programm existiert dazu ein weltweit anerkanntes, standardisiertes Aus- und Weiterbildungsschema für Software-Architekten.

Das Schema besteht aus drei Ausbildungsstufen:

  • Im Foundation Level werden Grundlagen gelegt; wenn Sie nach dieser Stufe zertifiziert sind, haben Sie damit belegt, dass Sie in der Lage sind, eigenständig die Architektur eines Systems zu erstellen, zu dokumentieren, die Qualität zu sichern und zu bewerten sowie Kenntnis von den dafür notwendigen Werkzeugen haben.
  • Mit der Zertifizierung nach dem in 2013 neu eingeführten, modular gestalteten Advanced Level, der sich an Software-Architekten mit fortgeschrittenen Kenntnissen richtet, zeigen Sie, dass Sie nicht nur über technische, sondern auch methodische und kommunikative Kompetenz verfügen.
  • Der Expert Level befindet sich aktuell noch in Planung.

Die zugehörigen Lehrpläne und Prüfungsfragen für das CPSA-Programm werden in Deutschland vom International Software Architecture Qualification Board (iSAQB) entwickelt und herausgegeben. Prüfungen werden von durch das iSAQB beauftragten Zertifizierungsstellen angeboten und durchgeführt.

Die Weiterbildung zum Certified Professional for Software Architecture ist international erfolgreich. In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 9.000 Software-Architekten, die über eine CPSA-Zertifizierung verfügen.

Die Prüfungsteilnehmer sind Softwarefachleute aus allen Branchen (Automobilindustrie, Finanzdienstleistung, Medizintechnik, Telekommunikation, öffentliche Verwaltung u. a.).

Auch an Hochschulen werden Lehrveranstaltungen auf Basis der CPSA-Lehrpläne angeboten. Die Studenten können anschließend an die Vorlesung die Prüfung zum Certified Professional for Software Architecture, Foundation Level, ablegen.

Rollen im CPSA-A-Ausbildungsprogramm

Der iSAQB legt großen Wert auf Neutralität und Objektivität. Daher gibt es eine strikte Trennung zwischen den verschiedenen Rollen im Zertifizierungsprozess:

Rolle   Verantwortlichkeit
Schulungsanbieter   Organisation, die Schulungen zu iSAQB-Lehrplan-Modulen anbietet und vermarktet
Trainingsorganisator   Organisation, die Schulungen zu iSAQB-Lehrplan-Modulen inhaltlich entwickelt und unterrichtet
Trainer   Person, die eine Schulung selbst unterrichtet
Zertifizierungsstelle   Organisation, die die Prüfungen zum CPSA-A organisiert (Anmeldung, Bestellung der Prüfer, Ausstellung der Zertifikate, etc.)
Teilnehmer   Person, die sich nach CPSA-A ausbilden und zertifizieren lassen will
Prüfer   Person, die Teilnehmer prüft, ob sie die Kriterien des CPSA-A erfüllen

Eine Person oder Firma kann gleichzeitig Schulungsanbieter und Trainingsorganisator sein. Ein Trainingsorganisator kann mit eigenen oder fremden Trainern arbeiten.

Insbesondere bietet der iSAQB selbst weder Schulungen noch Zertifizierungen an. Schulungsanbieter, die das Programm umsetzen wollen, müssen sich dazu vom iSAQB lizenzieren lassen. Die Lizenzierung steht dabei jedem qualifizierten Unternehmen offen. Die eigentliche Zertifizierung wird von unabhängigen Zertifizierern vorgenommen, die sich dazu der vom iSAQB zur Verfügung gestellten Fragen und Aufgaben bedienen.





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