Der Verein

Hier finden Sie Informationen über den Verein, seine Ziele, Aufgaben und Mitglieder

Ziele des Vereins

Das International Software Architecture Qualification Board ist ein Zusammenschluss von
Fachexperten zu Softwarearchitektur aus Industrie, Beratungs- und Trainingsunternehmen, Wissenschaft und anderen Organisationen.

Der iSAQB e. V. ist ein internationales Gremium (organisiert gemäß deutschem Vereinsrecht), mit den folgenden Zielen:

  • Erstellung und Pflege einheitlicher Lehr- und Ausbildungspläne für Softwarearchitekten (Certified Professional for Software Architecture)
  • Definition von Zertifizierungsprüfungen auf Basis der CPSA-Lehrpläne
  • Sicherstellung der fachlich-inhaltlichen Qualität von Lehre, Aus- und Weiterbildung für Softwarearchitektur

Der iSAQB e. V. führt selbst keine Schulungen oder Prüfungen durch, legt jedoch Ausbildungs- und Prüfungsordnungen fest, bestellt (lizenzierte) Schulungs- und Prüfungsorganisationen, definiert und überwacht die dafür notwendigen Prozesse.

Sämtliche Aktivitäten des iSAQB e. V. finden auf ehrenamtlicher Basis statt – die aktiven Mitglieder erhalten für ihre Vereinstätigkeiten keine Bezüge oder Honorare.

Ehrenamtlich engagierte iSAQB Mitglieder im Interview!

 

 

Seit 2008 engagieren sicIMG_0576h die Mitglieder des International Software Architecture Qualification Board, kurz: iSAQB e. V., für eine Standardisierung der Ausbildung von Softwarearchitekten. Sie alle sind Experten auf dem Gebiet der Softwarearchitektur aus Industrie-, Beratungs- und Trainingsunternehmen, Wissenschaft oder anderen Organisationen und engagieren sich ehrenamtlich beim iSAQB.

 

 

Lesen sie hier von acht der derzeit insgesamt 127 Mitglieder des iSAQB über ihr Engagement im Verein, welche Formen der Zertifizierung es gibt und warum eine Zertifizierung im Bereich Softwarearchitektur schon längst überfällig ist.

Warum wurde der iSAQB e.V. gegründet?

Phillip Ghadir: Der iSAQB wurde gegründet, um die Ausbildung für Softwarearchitekten zu standardisieren und zu vereinheitlichen. Idealerweise sollte diese Ausbildung den gemeinsamen Nenner zwischen den Softwarearchitekten, die Software entwickeln und den Softwarearchitekten, die planen und Kommunikation verantworten bilden.

Wer kann sich Software Architekt nennen?

Matthias Bohlen: Im Prinzip kann sich jeder so nennen, denn die Bezeichnung ist nicht geschützt. Aber in einem typischen Softwareentwicklungsteam gibt immer den einen oder die zwei im Team, die diese Design-Energie haben: Denen ist es nicht egal wie eine Komponente heißt, denen ist es nicht egal, wie die Schnittstelle aussieht, denen ist es nicht egal, ob ein System wartbar und erweiterbar ist. Und genau diese Leute braucht es, und genau diese Leute sollten sich Softwarearchitekt nennen dürfen.

Andreas Rausch: Tatsächlich ist es ein großes Problem, dass sich jeder so nennen darf. Und es ist einer der Gründe, warum wir ein klares Berufsbild mit einem inhaltlich unterfütterten Zertifizierungsprogramm haben müssen.

Warum ist eine Zertifizierung für den Software Architekten wichtig bzw. welchen Mehrwert hat sie?

Martin Rösch: Ich sehe das wie mit einem Führerschein, der dokumentiert, dass der Inhaber die Grundregeln des Straßenverkehrs kennt. Eine iSAQB Zertifizierung dokumentiert das erworbene Wissen und ist deswegen ein Qualitätsmerkmal für einen Auftraggeber oder Vorgesetzten.

Wolfgang Fahl: Bislang muss ein Arbeitgeber seine Erwartungen in den Stellenausschreibungen konkretisieren. Das fällt nun weg, denn im Lehrplan des iSAQB sind 46 Lernziele festgelegt, die wir von einem Softwarearchitekten erwarten. Am Ende der Ausbildung ist Dank des Zertifikats klar, was ich als Softwarearchitekt alles kann.

Wie unterscheiden Sich die Zertifizierungsstufen?

Mahbouba Gharbi: Der Foundation Level schafft eine gemeinsame Basis für das Thema Softwarearchitektur. Er ist ein Grundlagenkurs für Softwarearchitekten aber auch für Softwareentwickler, Tester, Analytiker oder technische Projektleiter. Der Advanced Level richtet sich an erfahrene Softwarearchitekten und Softwareentwickler, die sich schon mit dem Thema Softwarearchitektur auseinandergesetzt haben.

Stefan Tilkov: Der Foundation Level schließt mit einem Multiple Choice Test aus 42 Fragen ab. Um die Prüfung zu bestehen, muss der Teilnehmer mindestens 60% der Fragen korrekt beantworten. Der Advanced Level funktioniert grundsätzlich anders und ist aus verschiedenen Modulen und verschiedenen Bereichen aufgebaut.

Wolfgang Fahl: Im Advanced Level müssen die Teilnehmer aus sieben Modulen der drei Kompetenzbereiche Methodik, Technik und Kommunikation 70 Credit Points sammeln, um sich zur Prüfung anzumelden. Hier bekommen sie eine Prüfungsaufgabe, für deren Bearbeitung sie ca. 40 Stunden Zeit haben und die sie anschließend einem Prüfungsausschuss gegenüber verteidigen und Rückfragen beantworten müssen. Wer die Prüfung besteht, kann sich „Certified Professional for Software Architecture“ nennen.

Wie wirkt sich eine Zertifizierung auf die Karriere aus?

Matthias Bohlen: Ich glaube, dass es innerhalb eines Unternehmens gut wäre, wenn möglichst viele Mitarbeiter den Foundation Level durchlaufen. Damit wären sie in den Projekten flexibler einsetzbar und würden schneller Fuß fassen. Die Sprechweise wäre vereinheitlicht, da alle die gleichen Begriffe verwenden. Der Abschluss eines Advanced Level geht über die Vorteile eines innerbetrieblichen Erfolges hinaus: Als Vorgesetzter kann ich mit dem Qualitätsmerkmal eines iSAQB zertifizierten Advanced Level-Architekten davon ausgehen, dass ich den Mitarbeiter eigenverantwortlich in größere Projekte schicken kann. Und natürlich kann das ein Karrierevorteil sein.

Werden bereits erworbene Zertifikate aus Schulungen vom iSAQB e. V. anerkannt?

Carola Lilienthal: Fremde Zertifikate können Teil der Advanced Level-Ausbildung sein, denn für bestimmte Zertifikate werden Credit Points anerkannt. Wir geben gerne, schnell und unkompliziert Auskunft, wie das im Einzelfall aussehen könnte. Interessierte können sich gerne per Mail an den Verein wenden. Die aktuell anerkannten Zertifikate finden Sie auch auf der Advanced-Level-Seite des iSAQB.

 

Mitglieder

Aktive Board-Mitglieder

Materiell fördernde Board-Mitglieder

Ideell fördernde Board-Mitglieder

Interner Bereich für Mitglieder

Für Mitglieder jeder Art gibt es interne Informationsbereiche, die nur mit den entsprechenden Zugriffsrechten genutzt werden können. Der Einstieg zu diesen Bereichen erfolgt über den internen iSAQB-Informationsbereich.